Im Gedenken an Bärbel, die aus ihrem Urlaub in Khao Lak nicht mehr zurückkehrte.
Das Wort "Tsunami" stammt aus dem Japanischen und ist ein Fachbegriff für Wellen mit extrem großer
Wellenlänge, die durch plötzliche Verdrängung von Wasser ausgelöst werden.
Tsunamis sind Monsterwellen, die sich blitzartig vor den Küsten haushoch auftürmen,
meterhohe Wasserwände bilden und sich mit verheerenden Folgen über die Küstenregionen
wälzen.
Es gibt hierfür verschiedene Ursachen: Vulkanausbrüche auf dem Meeresboden, Erdrutsche,
Erdbeben, schnelle Absenkungen des Meeresbodens durch Erdbeben, fatal zusammentreffende
Wettersituationen aus Wind und Strömung, Meteoriteneinschläge oder Nuklearexplosionen.
Es gibt viele Forschungen, die diese verheerenden Monsterwellen berechenbar machen wollen.
Am 26.12.2004 verwüstete eine Tsunami viele Länder in Südasien. Mit unvorstellbarer
Wucht traf sie die Küsten von Indonesien, Sumatra, Indien, Sri Lanka und verschiedener Inselgruppen.
Dieses Naturereignis war die größte und verheerendste Katastrophe seit Menschengedenken.
Nach Schätzungen verloren mehr als 300.000 Menschen ihr Leben, 5 Millionen verloren ihr gesamtes
Hab und Gut, Millionen sind von Hungersnot und Seuchen bedroht,
die Infrastruktur dieser armen Länder ist auf Jahre zerstört.
Es war Weihnachten und tausende europäischer Urlauber verbrachten ihren Urlaub an den Traumstränden
dieser Region. Sie wurden von dieser heranbrausenden Wasserwand ebenso überrascht wie die Einheimischen
und hatten ebenfalls keine Chance, dieser Flutwelle zu entkommen. Es sind auch in dieser Völkergruppe
tausende Tote und unzählige Verletzte zu beklagen. Ganze Familien kamen um, Familien wurden auseinander
gerissen, Kinder verloren ihre Eltern, Eltern die Kinder und das Schicksal vieler Opfer wird leider wohl
nie mehr geklärt werden können.
Gleich nach Bekanntwerden dieser Katastrophe setzte eine beispiellose Hilfs- und Spendenwelle auf der ganzen
Welt ein. Auch hier ist zu vermerken, dass es die größte Hilfsaktion ist, die jemals bei
Naturereignissen in Gang gesetzt wurde, um die Überlebenden mit sauberem Wasser, Kleidung, Lebensmitteln
und Medikamenten zu versorgen, um die verletzten Urlauber nach Hause zu holen bzw. die sterblichen
Überreste in die Heimat zu überführen.
Niemand, der diese grauenhaften TV-Berichte sieht, kann von dem unermesslichen Leid und Elend der
betroffenen Menschen unberührt bleiben.
Im Gedenken an mehr als 300.000 Opfer der Tsunami-Katastrophe
am 26.12.2004 in Südost-Asien
Halte einen Augenblick inne und gedenke der Opfer der verheerenden
Flutkatastrophe, die den Menschen so viel Leid gebracht hat