St. Kathrein in der Scharte

Weit in das Etschtal blickend steht das Kirchlein St. Kathrein in der Scharte (Anm. von mir: bei Hafling, mit einem wunderbaren Blick auf Meran).
In grauer Vorzeit lebte dort, sowie auch auf Lafenn (Anm.: am Salten bei Mölten), ein Riese. Beide hatten die Absicht ein Kirchlein zu bauen, aber sie besaßen nur einen einzigen Hammer als Werkzeug, um die Bausteine zurecht zu schlagen. Notgedrungen einigten sie sich, sich abwechselnd den Hammer über den Bergrücken des Tschöggelberges zuzuwerfen.

Eines Tages vergaß der Riese von Hafling aber den Hammer zurück zu werfen. Als dies der Riese auf Lafenn wahrnahm, erzürnte er sich dermaßen, dass er einen riesigen Felsbrocken aus der Erde riss und mit aller verfügbaren Kraft nach dem Kathreiner Kirchlein schleuderte. Glücklicherweise verfehlte der Felsblock sein Ziel und stürzte mit voller Wucht auf die davor liegende Wiese, wo er wie festgemauert in der Erde stecken blieb. Heute noch kann man diesen dort bewundern.


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