Geschichte einer alten Kulturlandschaft

Historische Besiedlung

Die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen gibt es aus der Zeit um 7000 v. Chr. Den Mann von Mondeval, der im Gebiet von Civetta zu bewundern ist, kennen zwar wenige, er ist aber älter als der Ötzi. Um 15 v. Chr unterwarfen die Römer die rätische Urbevölkerung. Die Dolomiten werden Teil des römischen Imperiums. Die Haupttäler wurden in jener Zeit durch Straßen erschlossen. Die lateinische Sprache überlebt zum Teil bis heute im Rätoromanischen. Im 4. Jahrhundert erfolgt die Christianisierung. Im 6. Jahrhundert besetzen die Langobarden Ampezzo und das Cadore, im 8. Jahrhundert folgen die Franken. Im Etsch-, Eisack- und Pustertal germanisieren die Baiuwaren die ansässige Bevölkerung.


Die jüngere Geschichte

Auf dem Wiener Kongreß 1815 erfolgt die Rückgabe des gesamten Dolomitengebietes inklusive Belluno und Cadore an Österreich. In der Zeit zwischen 1848 und 1866, verlangt die italienische Einigungsbewegung (Risorgimento) die Brennergrenze, erhält aber nur das Belluno und das Cadore. Das restliche Gebiet der Dolomiten bleibt bis 1919 bei Tirol. Im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 liefern sich die Habsburger Monarchie und das Königreich Italien erbitterte Schlachten um die südliche Alpenregion. Quer durch die Dolomiten verlief die Frontlinie, wobei Spuren des Krieges bis heute sichtbar geblieben sind. Im Frieden von Saint-Germain (1919) fallen Südtirol, das Trentino und Ampezzo an Italien. Das Dolomitengebiet wird auf die Provinzen Bozen, Trient und Belluno aufgeteilt. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1939-1945 besetzen die Alliierten das Dolomitengebiet. Die Aufteilung auf die drei Provinzen bleibt bestehen.